Joe Biden macht Demokraten Hoffnung

Es sei an der Zeit, das “Rückgrat” der USA wieder aufzubauen. Gebraucht werde ein politischer “Konsens”, damit das Land die vergiftete Atmosphäre unter dem republikanischen US-Präsidenten Donald Trump hinter sich lassen könne, sagte der frühere US-Vizepräsident Joe Biden bei einer politischen Großveranstaltung in Dover in seinem Heimat-Bundesstaat Delaware. Dort hatten ihm hunderte Anhänger einen euphorischen Empfang bereitet.

Ein Raunen ging durch die Menge

“Unsere Politik ist so gemein geworden, so engstirnig, so lasterhaft, dass wir uns selbst nicht regieren können, in vielen Fällen nicht einmal miteinander reden können.” Dabei sei er der Fortschrittlichste “von jedem, der antritt für die (…)”, fügte Biden hinzu – und unterbrach sich dann selbst. “Jeder, der antreten würde”, korrigierte er sich.

Einige Biden-Fans fingen an, “Tritt an, Joe, tritt an” zu rufen. “Ich habe es nicht so gemeint”, entgegnete Biden lachend.

USA Obama und Biden im Rosengarten nach Hillary Clintons Wahlniederlage (picture alliance/dpa/J. L. Scalzo)

Joe Biden – der Mann hinter Barack Obama (Foto von 2016)

Großes Bewerberfeld bei den Demokraten

Biden war von 2009 bis 2017 Vizepräsident unter Präsident Barack Obama. Der 76-Jährige gilt als aussichtsreicher Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten im Jahr 2020. Allerdings ist das Bewerberfeld mit bislang 15 Anwärtern schon jetzt sehr groß. So warfen unter anderem die Senatoren Cory Booker, Kirsten Gillibrand, Kamala Harris, Amy Klobuchar, Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro ihren Hut in den Ring.

Zur Bestimmung des Präsidentschaftskandidaten finden in der ersten Jahreshälfte 2020 Vorwahlen in allen 50 Bundesstaaten sowie dann im Sommer ein Nominierungsparteitag statt.

wa/ml (afp, ap)