US-Army: Neues Gewehr wird "iPhone des Todes"

Michael Söldner


Die US-Army bezeichnet den Nachfolger des Stumgewehrs M4 wegen elektronischer Hilfsmittel als “iPhone des Todes”.

Die Armee der USA will ihre Bodentruppen mit

einer neuen Standardwaffe
ausstatten. Dabei sollen das Sturmgewehr M4 sowie das leichte Maschinengewehr M249 durch einen Nachfolger abgelöst werden. Die Anforderungen an diese Waffe hat das Armament Research, Development and Engineering Center (ARDEC) schon festgeschrieben. Die Hightech-Waffe soll ein „iPhone des Todes“ sein. Den Vergleich begründet der zuständige Projektmanager der US-Army damit, dass Steve Jobs den iPod Touch zusammen mit seinen Technikern zum iPhone weiterentwickelt hätte. Diese ausgereifte Plattform, die über die Jahre immer weiter verbessert wurde, sei das Vorbild für die neue Standardwaffe.

Im Gegensatz zu den mehrere Jahrzehnte alten Waffen M4 und M249 soll das neue Gewehr durch Elektronik aufgewertet werden. Dies soll die Treffergenauigkeit auch auf großen Distanzen erhöhen. Dazu soll ein gegen Cyberattacken geschützter Prozessor zusammen mit einer laserbasierten Distanzmessung integriert werden. Mit zusätzlichen Sensoren könnte man zudem die Windgeschwindigkeit mit einbeziehen. Als Grundanforderung werde eine Zielgenauigkeit bis auf 600 Meter angestrebt. Durch den Umstieg von 5,56 Millimeter-Patronen auf Munition mit einem Durchmesser von 6,8 Millimetern soll das neue Gewehr zudem durchschlagskräftiger sein. Ein Schalldämpfer soll den Lärm der Waffe kompensieren. Bis spätestens Ende 2022 sollen die Truppen die ersten Waffen erhalten.

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