Deutsche Börse liefert auch im Schlussquartal – Ausblick 2019 gedämpft

Strukturelle Zuwächse sowie die gestiegene Volatilität an den Märkten und der damit verbundene Absicherungsbedarf der Anleger spielten den Eschbornern weiter in die Hände.

Schwieriger wird das Jahr 2019. Der DAX-Konzern warnte vor gestiegenen ökonomischen Risiken und politischen Unwägbarkeiten und rechnet im laufenden Jahr nur mit einem Wachstum beim bereinigten Konzern-Periodenüberschuss von 10 rund Prozent. Ansonsten wurde die Mittelfristprognose bestätigt. Diese sieht ein jährliches Gewinnwachstum von 10 bis 15 Prozent bis 2020 vor. Mit den Nettoerlösen soll es annualisiert organisch um mindestens 5 Prozent nach oben gehen.

Die Nettoerlöse stiegen im Schlussquartal 2018 auf 740 Millionen Euro nach 639 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit einem Wert von 709 Millionen gerechnet. Im Gesamtjahr erzielte die Deutsche Börse Erlöse von 2,78 Milliarden Euro nach 2,46 Milliarden Euro.

Der bereinigte Konzern-Periodenüberschuss stieg im vierten Quartal auf 230,5 Millionen Euro nach 194 Millionen. Im Gesamtjahr belief sich der bereinigte Gewinn auf 1 Milliarde Euro nach 857 Millionen Euro. Nachdem die Deutsche Börse bereits im Januar mitgeteilt hatte, dass der bereinigte Gewinn 2018 auf vorläufiger Basis um rund 17 Prozent gestiegen ist, war hier die Luft schon raus.

Weniger schmeichelhaft als der bereinigte Gewinn ist der berichtete ausgefallen. Dieser lag im vierten Quartal 2018 bei 140 Millionen Euro nach 213,6 Millionen im Vorjahr. Hier machten sich unter anderem Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung des Effizienzprogramms “Roadmap 2020” bemerkbar.

Die operativen Kosten stiegen im vierten Quartal auf 458,9 Millionen Euro nach zuvor 323,3 Millionen Euro. Im Gesamtjahr stiegen die Kosten auf 1,34 Milliarden Euro nach 1,13 Milliarden. Hier machten sich Sondereffekte von rund 244 Millionen Euro bemerkbar, vor allem wegen der “Roadmap 2020”.

Die Eschborner wollen für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 2,70 Euro je Anteilsschein ausschütten nach 2,45 Euro im Vorjahr. Die Konsenserwartung der Analysten lag bei 2,65 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Tobias Arhelger / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com