Peking: Handel mit Nordkorea wegen Sanktionen eingebrochen

14.01.2019 10.06

Online seit heute, 10.06 Uhr

Die UNO-Sanktionen gegen Nordkorea haben Chinas Handel mit dem isolierten Land einbrechen lassen. Wie der Sprecher der chinesischen Zollbehörde, Li Kuiwen, heute mitteilte, ging der bilaterale Handel im vergangenen Jahr um 52,4 Prozent im Vergleich zum Jahr davor zurück.

Die nordkoreanischen Einfuhren sanken laut den Angaben um 88 Prozent auf 1,42 Mrd. Yuan (183 Mio. Euro), die Ausfuhren fielen um 33,3 Prozent auf 14,7 Mrd. Yuan.

„Wir setzen beim Handel zwischen China und Nordkorea strikt die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats um“, sagte Li vor Medien. Der UNO-Sicherheitsrat hatte wegen Nordkoreas Atomprogramms 2017 harte Sanktionen verhängt. Er verbot den Export der wichtigsten Devisenbringer Kohle, Fisch und Textilien, um Pjöngjang den Zugang zu harter Währung zu versperren. Auch Pjöngjangs wichtigster Verbündeter Peking stimmte den Strafmaßnahmen damals zu.

Laut einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Bericht der südkoreanischen Zentralbank führten die Sanktionen 2017 zu Nordkoreas schlimmstem Konjunktureinbruch seit 20 Jahren. China und Russland setzen sich inzwischen für eine Lockerung der wirtschaftlichen Strafmaßnahmen ein, die USA beharren dagegen auf einer vollständigen nuklearen Abrüstung Nordkoreas als Vorbedingung.