Ivanka Trump als Weltbankchefin? Darum ist das tatsächlich denkbar

Könnte sie tatsächlich Präsidentin der Weltbank werden, die sich unter anderem dem Kampf gegen Armut verschrieben hat? Was zuerst wie ein Scherz klingt, ist tatsächlich möglich. Zwar hat der US-Präsident bei der Besetzung des Amtes nicht das letzte Wort. Doch die Vergangenheit zeigt: Eine Nominierung aus dem Weißen Haus hat großen Einfluss auf die Entscheidung des Weltbank-Direktoriums, das den Präsidenten wählt. Der Wunsch wird zumeist auch umgesetzt. Traditionell steht ein Amerikaner der Weltbank vor, während ein Europäer – zurzeit Christine Lagarde – den Spitzenposten des Internationalen Währungsfonds besetzt.

Große Aufregung in den USA

So ist die Aufregung über die Gerüchte in den USA groß. Der kalifornische Kongressabgeordnete Ted Lieu twitterte: „Von allen Menschen in den USA, die Weltbank-Präsident werden können, ist Ivanka Trump die am besten qualifizierte.“ Damit spielt er ironisch darauf an, dass Donald Trumps wohl wichtigste Beraterin keine erkennbare Qualifikation für diese Position mitbringt.

Ivanka hat zwar Wirtschaftswissenschaften studiert und eine Modemarke geführt, die im vergangenen Jahr eingestampft wurde. Doch mit der Erfahrung bisheriger Weltbank-Chefs kann sie nicht ansatzweise mithalten. Dass das Ivanka nicht davon abhält, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen, hat der G20-Gipfel im Jahr 2017 gezeigt. Damals hat sie ihren Vater bei einem Meeting mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen vertreten. In der Vergangenheit hat sich Trump für Bedenken bezüglich seiner Personalentscheidungen jedoch wenig interessiert. Es ist also durchaus möglich, dass er seine Tochter nominiert.

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