Daniela Winkler wird neue Landesrätin

Der designierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bereitet seine angekündigte Regierungsumbildung vor. Am Montag präsentiert er die neue SPÖ-Landesrätin Daniela Winkler.

Die Landesrätin in spe kommt aus Frauenkirchen (Bez. Neusiedl am See) und wird in der Regierung formell den Sitz von Landeshauptmann Hans Niessl übernehmen. Sie wird die Ressorts Jugend und Familie übernehmen und außerdem für den gesamten Bildungsbereich zuständig sein – vom Kindergarten über den Pflichtschulbereich bis hin zu den Fachhochschulen.

neue Landesrätin Daniela Winkler SPÖ

Daniela Winkler wird Ende Februar angelobt

Daniela Winkler ist 38 Jahre alt und war bislang als Unternehmensberaterin tätig. Winkler ist verheiratet und Mutter eines siebenjährigen Sohnes und einer dreijährigen Tochter. Sie ist außerdem als SPÖ-Gemeinderätin in Frauenkirchen aktiv. Bei der letzten Nationalratswahl hat Winkler für die SPÖ auf einem der hinteren Plätze kandidiert.

„Politik ist Leidenschaft“

Viele Menschen würden Winkler nach eigener Aussage fragen, warum sie sich diesen Job antue. „Für mich ist Politik Leidenschaft. Und Leidenschaft habe ich eigentlich immer schon gehabt für die Themen rund um Familie, Kinder, Frauen. Das ist echt eine Herzensangelegenheit von mir“, so Winkler.

„Was ich wirklich möchte, ist dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tatsächlich gelebt werden kann und nicht nur davon geredet wird. Es ist wichtig, dass Bildung für alle leistbar ist und alle auch die gleichen Chancen haben“, so die zukünftige Landesrätin. Geplant sei unter anderem ein kostenloser und freiwilliger Englischkurs ab der ersten Volksschulklasse. „Wir wollen außerdem in allen Gemeinden einen Gratis-Kindergarten – und ich meine damit wirklich in allen Gemeinden“, so Winkler.

Von der Regierungsspitze gibt es am Montag lobende Worte für Winkler. „Für mich ist wichtig, dass wir bestens ausgebildet, politisch-agierende Menschen in die Politik bekommen. Es freut mich daher umso mehr, dass Daniela Winkler von einem Tag auf den anderen ‚Ja‘ gesagt hat. Da sieht man schon, dass sie einen Zug zum Tor hat“, erklärt Landesrat Hans Peter Doskozil. „Ich bin froh, dass Hans Peter Doskozil diese Entscheidung getroffen hat, weil Daniela Winkler erfolgreich in der Kommunalpolitik tätig ist. Das hat im Burgenland eine sehr lange und eine sehr gute Tradition“, ergänzt Landeshauptmann Hans Niessl.

Weitere Änderungen in der Regierung

Winkler dürfte nicht der einzige Neuzugang in der Regierungsmannschaft der SPÖ sein. Gerüchteweise soll Landesrat Norbert Darabos vom Lackenbacher Manager Heinrich Dorner abgelöst werden. Und Landesrätin Verena Dunst könnte mit Landtagspräsident Christian Illedits Platz tauschen. Bestätigt werden diese möglichen Veränderungen, die manche als „offenes Geheimnis“ bezeichnen, allerdings nicht. SPÖ-Parteichef Doskozil dazu: „Auch ein offenes Geheimnis ist ein Geheimnis“. Weitere Entscheidungen in der SPÖ sollen im Februar bekannt gegeben werden.

Die SPÖ-Personalrochade wird am 28.Februar im Landtag durch Wahl und Angelobung fixiert. Finanz- und Kulturlandesrat Hans Peter Doskozil löst Hans Niessl wie geplant als Landeshauptmann ab. Die Wahl des Landeshauptmannes und die der neuen Regierungsmitglieder erfolgt pauschal also in einem Durchgang und nicht getrennt. Angelobt werden sie dann einzeln. Zuerst wird aber die neue Landtagspräsidentin gewählt.

Reaktionen

Die FPÖ, Regierungspartner der SPÖ, verspricht der künftigen Landesrätin ihre Unterstützung. Winkler wird bei der Wahl am 28.Februar mit den Stimmen der Freiheitlichen rechnen können. “Mit den SPÖ-Regierungsmitgliedern hat es stets ein gedeihliches Miteinander gegeben – so soll‘s auch mit der neuen Kollegin sein“, heißt es in einer Aussendung.

Regina Petrik, Landessprecherin der Grünen, zeigt sich in einer Aussendung „beruhigt, dass der gesamte Bildungsbereich politisch in einer Zuständigkeit“ bleibt. „Der hohe Wert des Kindesgartens als Bildungsinstitution darf nicht in Frage gestellt werden“, so Petrik.