Alles ist offenWoche der Wahrheit: Britisches Unterhaus stimmt über Brexit ab

Die Woche der Wahrheit auf der Insel. Das englische Unterhaus geht in die Brexit-Debatte © APA/AFP/TOLGA AKMEN

Die Woche der Entscheidung – schon einmal gab es sie, im Dezember. Die britische Premierministerin Theresa May sagte die damals geplante Abstimmung im Unterhaus über den Brexit-Austrittsvertrag in letzter Sekunde ab, weil klar wurde, dass der Deal keine Mehrheit finden würde. Morgen, Dienstag, soll es nun einen zweiten Anlauf geben. Doch geändert hat sich seither kaum etwas. Im Gegenteil: Nach dem EU-Gipfel im Dezember in Brüssel hatten sich die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Mitgliedsländer vom zunehmend erratischen Verhalten Theresa Mays irritiert gezeigt und eine bereits für die Schlusserklärung vorgesehene Formulierung wieder zurückgezogen; der Satz hätte es ermöglicht, unmittelbar vor dem nun anstehenden Votum noch das eine oder andere formale Entgegenkommen zu definieren und damit zumindest ein Signal zu setzen. Stattdessen aber wurde das Chaos nur größer und der Ausgang der historischen Abstimmung – und damit die weitreichenden Folgen – ist ungewisser denn je.