Lawine auf der Schwägalp – Was wir wissen:

Nach der Lawine auf der Schwägalp: Immer mehr Räumungsfahrzeuge machen sich zum Unglücksort auf:

Nach der Lawine auf der Schwägalp: Retter suchen mit Sondierstangen nach potentiell Vermissten:

Die Aufräumarbeiten im Hotel Säntis auf der Schwägalp sind im Gange:

Die Bilder von der Schwägalp:

Die Schwägalp beziehungsweise das Ende 2015 eröffnete Hotel liegen in einem Gebiet, in dem eine mittlere Lawinengefährdung herrscht. Von daher rückt immer mehr die Frage in den Fokus, ob man aufgrund der starken Schneefälle frühzeitig reagieren und das Hotel hätte evakuieren müssen. Wird deswegen nun eine Strafuntersuchung eingeleitet?

Christian Bötschi, leitender Staatsanwalt des Kantons Appenzell Ausserrhoden, äussert sich dazu zurückhaltend: «Bevor wir über die Einleitung einer Strafuntersuchung entscheiden können, benötigen wir Informationen über die Ursache des Lawinenunglücks und insbesondere über die Schnee- und Wetterlage am Unglücksort. Zum jetzigen Zeitpunkt deutet noch nichts darauf hin, dass seitens der Verantwortlichen eine strafrechtlich relevante Nachlässigkeit vorliegt.»

Wenn die Staatsanwaltschaft also zum Schluss komme, dass tatsächlich eine unglückliche Verkettung der Umstände zum Lawinenabgang geführt habe, werde sie nicht von Amtes wegen strafrechtliche Ermittlungen einleiten. «Ergeben jedoch die detaillierten Berichte der Spezialisten Hinweise auf eine solche vorwerfbare Nachlässigkeit oder reichen betroffene Personen eine Strafklage ein, werden wir auch den strafrechtlichen Aspekt prüfen und die Strafuntersuchung aufnehmen», sagt er.

Die Aufräumarbeiten auf der Schwägalp gehen unvermindert weiter:

Gemäss der Gefahrenkarte von Geoportal.ch liegt das Hotel Säntis auf der Schwägalp im östlichen Gebäudeteil in der blauen Zone (mittleres Risiko für eine Lawine) und der westliche Gebäudeteil in der gelben Zone (kleines Risiko).

Sowohl punkte Intensität einer Lawine, wie auch punkto Wahrscheinlichkeit besteht für das Hotel Säntis eine mittlere Gefährdung. Die Erläuterungen der Farben im Detail:

Um die Situation von oben beurteilen zu können, fahren Lawinen-Experten mit der Säntis-Schwebebahn auf den Berg.

Laut Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, hat die Lawine eine Gams unter sich begraben. Der Kadaver müsse nun abtransportiert werden.

Zurzeit werden die Schneemassen auf der Schwägalp Stück für Stück abgetragen:

Damit beenden Vattioni und Dietsche die Medienkonferenz. Wir halten Sie im Ticker weiter auf dem Laufenden. Es tickerte für Sie: Linda Müntener.

Was passiert wenn es wieder schneit, will ein Journalist wissen. Am Sonntag komme der nächste grosse Schnee. Reicht die Zeit, um aufzuräumen? Vattioni: «Das werden wir sehen. Die Bergung ist momentan am wichtigsten. Die Prüfung von Sachschäden hat keine Eile.»

«Die Schneemassen im Restaurant werden heute schon geräumt. Es sind auch bereits Fachleute hier, die Vattioni und sein Team beraten und schauen, dass die Fenster provisorisch repariert werden könnten,», sagt Vattioni weiter.

Dietsche ergänzt: «Im Fokus steht das Wegräumen der Schneemassen, damit wir 100 Prozent sicher sein können, dass keine Personen verschüttet wurden. Alle Gäste haben die Schwägalp verlassen. Derzeit sind nur noch Mitarbeitende vor Ort, die auch auf der Schwägalp wohnen und bei den Räumungsarbeiten helfen.»

Ist die Suche noch im Gang? Dietsche sagt: «Die Räumungsarbeiten laufen noch. Wir gehen aber davon aus, dass keine Person dort ist, da wir keine Vermisstmeldung haben.»

Zu den entstandene Kosten kann Vattioni noch nichts sagen. «Das hat aber derzeit keine Priorität.»

Frage eines Journalisten: «Wird es trotzdem noch rechtliche Abklärungen geben?» Vattioni dankt nochmals der Polizei für ihr professionoelles Verhalten. Die Polizei habe sofort den Lead übernommen. Auch die Massnahmen würden abgesprochen. Von daher werde es ganz klar eine Untersuchung geben. Weiter Auskünfte könne derzeit nicht geben.

Wie gehen Sie allgemein mit Lawinensituationen um, will ein weiterer Journalist wissen? Vattioni: «Wir haben grosse Erfahrung mit Lawinen. Die Südseite ist die Gefahrenseite. Wir sind eine offizielle Messstelle im Netz des Lawinenforschungsinstituts. Wir treffen täglich entsprechende Massnahmen, auch im Raum Schwägalp. Wir haben viel Erfahrung, aber das was gestern passiert ist, konnten sich selbst Fachleute nicht vorstellen.»

Es beginnt bereits die Fragerunde: Ein Journalist frag, wie die Schneehöhe gestern war? Hätte man angesichts des Neuschnees mit einer Lawine rechnen müssen? Vattioni antwortet, dass es gestern 30cm Neuschnee gab. Die Sicht zum Berg war nicht möglich wegen des Wetters.

Derzeit laufen die Bergungs- und Räumungsarbeiten. Das Gebiet bleibt aus Sicherheitsgründen grossräumig gesperrt. Wie lange, das kann Vattioni noch nicht sagen.

Vattioni betont nochmals: «Wir sind dankbar, dass der Lawinengang keine schlimmeren Auswirkungen hat.» Seine Stimme bricht. Er hat Tränen in den Augen. Er hofft fest, dass keine weiteren Personen verschüttet wurden.

Vattioni dankt allen Gästen und Mitarbeitenden und allen Rettungskräften für ihren professionellen Einsatz. Der Schwebebahnbetrieb und Hotel- sowie Restaurantbetrieb bleibt bis auf weiteres geschlossen. Ab Montag würden ohnehin die ordentlichen Revisionsarbeiten beginnen. «Der Betrieb ist dann sowieso eingestellt.»

Weiter hält er fest: «Gestern wurden 80 Personen mit einem Shuttle ins Tal transportiert. 40 Personen blieben im Hotel. Die Sicherheit ist gewährleistet. Heute wurden sämtliche Gäste nach Hause transportiert.»

Vattioni weiter: «Eine Lawine in diesem Ausmass war nicht voraussehbar und hat es unsers Wissens noch nie gegeben. Wir wurden von den Schneemassen überrascht.»

Vattioni sagt: Bisher gebe es keine Vermisstmeldungen, 100 prozentige Gewissheit hätten sie aber erst, wenn die Schneemassen weggeräumt sind.

Ralph Dietsche sagt, man habe bewusst das Restaurant Rossfall gewählt. Es ist das nächstgelegene Restaurant. Im Restaurant Passhöhe seien die Rettungskräfte unterbegracht.

Es informieren Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG, und der Medienverantwortliche Ralph Dietsche.

Im Restaurant Rossfall in Urnäsch startet in wenigen Minuten die Medienkonfernez der Schwägalp-Bahnen. Es sind schon mehrere Medienvertreter anwesend.

Auch wenn das Dorf Urnäsch näher zur Schwägalp liegt, so liegt diese bekanntlich auf Hundwiler Gemeindegebebiet. Noch am Donnerstagabend hat sich auch die Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch zur Schwägalp begeben. «In der Passhöhe waren schon viele Helferinnen und Helfer und ich habe eine grosse Betroffenheit erlebt», blickt sie am Tag danach zurück. Gefühlsmässig überwiegt bei ihr aktuell die Hoffnung, dass unter den Schneemassen keine Toten gefunden werden. Der Gemeindeführungsstab steht in Alarmbereitschaft und hat Hilfe angeboten, wenn diese benötigt wird.

Die Säntis-Schwebebahn hat auf 12.30 Uhr eine Medienkonferenz angekündigt. Wir berichten live.

«Die Alpine Rettung ist heute Morgen mit einem Helikopter über das Gebiet geflogen und hat die Lage beurteilt», sagt Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Der grösste Teil der Schneemassen sei jetzt unten, so dass die Suche weitergehen könne. Gleichzeitig hätten die Räumungsarbeiten begonnen. Sonderegger betont, dass auch über Nacht keine Meldungen zu vermissten Personen eingegangen seien. «Das schliesst nicht aus, dass eine Person vor Ort war.»

Aktuell bestehe keine Lawinengefahr mehr für das Gebiet rund um das Hotel Säntis. «Am Sonntag erwarten wir aber bereits wieder einen Meter Neuschnee», so Sonderegger. Dann müsse die Lage neu beurteilt werden.

Zivilisten sind keine mehr vor Ort: «Die übrigen 30 Personen aus dem Hotel wurden heute Morgen ins Tal gebracht.» Zudem seien die drei Verletzten ambulant behandelt worden und hätten das Spital bereits wieder verlassen.

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden und die Kantonspolizei teilen mit, dass die Strasse Urnäsch-Neu St.Johann ab sofort wieder für den Verkehr geöffnet ist. Nach wie vor gesperrt ist die Zufahrt zur Talstation der Säntisbahn und zum Berghotel Schwägalp.

Werner Näf, Geschäftsführer der Alpschaukäserei Schwägalp, durfte heute morgen mit einer Sonderbewilligung und einem Lawinensuchgerät ausgerüstet zu seiner Käserei, die mitten im Lawinenhang gelegen ist. «Ich habe mir gerade ein Bild vor Ort gemacht und es sieht soweit alles ganz aus», erzählt Näf. Der Schnee habe zwar das ganze Gebäude umgeben, aber keinen Schaden hinterlassen.

Im Keller würden grosse Mengen Käse lagern, welche gekühlt werden müssen. Er sei darum erleichtert festzustellen, dass alle Geräte in Betrieb seien. Sein Team habe gestern Nachmittag rechtzeitig Feierabend gemacht und die Schwägalp vor dem Lawinenniedergang verlassen.

«Wenn ich das Ausmass sehe und von drei Verletzten höre, dann sind wir wohl mit einem blauen Auge davongekommen.»

Nach und nach werden mehr Details zum Verlauf des Donnerstagabends auf der Schwägalp bekannt. Wie ein Hotelgast gegenüber dem Tagblatt erklärt, wurde den Anwesenden dringend empfohlen, das Hotel zu verlassen. Ein Grossteil der Gäste folgte dieser Empfehlung, einige entschieden sich jedoch, weiterhin im «Säntis – das Hotel» zu bleiben.

«Jeder der Gäste, die sich fürs Heimgehen entschieden, wurde mit einem Lawinensuchgerät ausgerüstet für den Gang vom Hoteleingang zu Feuerwehrautos», berichtet der Mann. Die Fahrzeuge brachten die Menschen zur Passhöhe, wo sie dann in bereitstehende Postautos umstiegen. Diese fuhren dann in Richtung Urnäsch beziehungsweise ins Toggenburg los. «Unser Postauto war kurz nach 23 Uhr in Herisau», berichtet der Mann. Er lobt im Übrigen die Art, wie mit den Hotelgästen umgegangen worden sei: Man sei vor der Abfahrt gut betreut und auch verpflegt worden, sagt er.

Die Suche wurde aktuell noch fortgesetzt. «Zurzeit wird die Lage von Spezialisten vor Ort analysiert», sagt Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Anschliessend werde entschieden, wie es weitergehe.

(sda) Die Polizei hat in der Nacht auf Freitag 75 Menschen ins Tal gebracht. Meldungen über Vermisste liegen den Behörden keine vor. Die Restaurant- und Hotelgäste, die die Schwägalp hätten verlassen wollen, seien in der Nacht mit Bussen ins Tal gefahren worden, teilte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Freitagmorgen mit. Insgesamt seien 75 Personen ins Tal gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA. Zudem sei ein Ferienhaus in dem Gebiet vorsichtshalber evakuiert worden.

30 Hotelgäste und elf Angestellte befinden sich laut Polizeiangaben weiterhin auf der Alp in Sicherheit. Die Strasse zum Ferienort bleibt gesperrt.

Aufgrund der starken Schneefälle und der Lawinengefahr hatten die Bergungsmannschaften die Absuche des Lawinenkegels am Donnerstagabend eingestellt. Bislang lägen der Polizei keine Meldungen über vermisste Personen vor, sagte der Sprecher weiter. Die Hotelgäste und das Personal seien vollzählig. Überdies sei der Polizei nicht bekannt, dass sich weitere Personen in der Region aufgehalten hätten.

Die Polizei will die Suche am Freitagmorgen dennoch fortsetzen, sofern es die Lawinensituation und die Wetterbedingungen erlauben würden, heisst es in der Mitteilung. Anschliessend würden die Schneeräumung und Fahrzeugbergungen erfolgen. Der genaue Zeitpunkt sei abhängig von der Wetter- und Lawinensituation vor Ort.

Zur Stunde schneit es immer noch intensiv auf der Schwägalp. Kurz nach 20 Uhr gab es im oberen Bereich eine kleinere Folgelawine. In der Folge wurde die Suche bis auf weiteres eingestellt. Ortskundige Kräfte der Bergrettung haben das Gebiet analysiert. Da bislang keine Vermissten gemeldet worden sind, darf gehofft werden, dass ausser den drei Verletzten niemand zu Schaden gekommen ist. Die Gäste im Hotel Säntis müssen die Nacht womöglich im Hotel verbringen, da es zu riskant ist, auf der Strasse ins Tal zu fahren.

Autos, die auf dem Dach liegen, eingedrückte Garagentore und zertrümmerte Scheiben – Bilder vom Lawinenniedergang auf der Schwägalp:

Ein Postauto wurde angefordert, um die Hotelgäste in Sicherheit zu bringen. Laut Rettungsspezialisten ist jedoch unklar, ob die Gäste das Gebäude aufgrund der Lawinengefahr überhaupt verlassen können.

Die Suche nach möglichen Verschütteten ist laut Anton Sonderegger, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei, für heute Abend eingestellt worden. Dies wegen der Dunkelheit, des anhaltenden Schneefalls und der Lawinengefahr, wie er sagt. Hinweise, dass jemand vermisst werde, seien bis dato nicht eingegangen.

Anton Sonderegger im Video-Interview:

Anton Sonderegger bestätigt auf Anfrage, dass die Lawine im Bereich des Betriebsgebäudes der Schwägalp niedergegangen ist. Sie hat eine Breite von rund 300 Metern. Laut Sonderegger ist das Personalhaus über den Hotelbereich und die Käserei bis zur Bushaltestelle betroffen. Im Hotel sind der erste Stock und das Erdgeschoss in Mitleidenschaft gezogen worden.

Momentan gibt es drei Leichtverletzte, im Hotel vermisst man keine Personen. Da man nicht ausschliessen könne, ob Spaziergänger oder Tagesausflüger betroffen seien, laufe die Suche nach möglichen Vermissten derzeit intensiv, sagt Sonderegger. Die Alpine Rettung ist mit Suchhunden vor Ort.

Die Strasse ab der Passhöhe aufwärts ist gesperrt. Wie lange die Strasse gesperrt sein wird, kann Sonderegger nicht sagen. «Die Alpine Rettung muss die Situation laufend einschätzen. Es schneit in Massen.» Die Spezialisiten beurteilen laufend.

Gemäss Anton Sonderegger, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, war die Lawine stellenweise drei bis fünf Meter hoch. Der Lawinenkegel erreichte eine Breite von 300 Metern.

Beim Lawinenniedergang wurden drei Menschen leicht verletzt. Ob es weitere Verletzte gibt, sei unklar, sagt Sonderegger. «Derzeit sind 76 Retter der Alpinen Rettung mit zwei Hunden auf der Suche nach Verschütteten.»

Die Rettungskräfte sind mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Mehrere Feuer- und Polizeiautos sowie mehrere Rettungswagen und Schneeräumungsfahrzeuge sind vor Ort.

Die Lawine hat nicht nur Teile des Hotels Säntis zerstört, sondern auch auf dem Parkplatz für Verwüstung gesorgt. Rund 15 Fahrzeuge wurden verschüttet, einige liegen auf dem Dach.

Ein Leserbild zeigt das Ausmass der Lawine im Innern des Restaurants Schwägalp.

Die Kantonspolizei Ausserrhoden informiert in einer Medienmitteilung über den Vorfall. Am Donnerstag, kurz nach 16.30 Uhr, ging bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden die Meldung über einen Lawinenniedergang auf der Schwägalp ein. Sofort wurden Einsatzkräfte aufgeboten. Aufgrund der ersten Erkenntnisse hat sich eine Lawine am Hang gegenüber des Hotels Säntis auf der Schwägalp gelöst und mehrere Autos und auch Teile des Restaurants verschüttet.

Mehrere Personen wurden verletzt. Über die Anzahl und die Art der Verletzungen können noch keine Angaben gemacht werden. Die Verletzten Personen werden laut Mitteilung medizinisch und psychologisch betreut. Rettungs- und Bergungsarbeiten konzentrieren sich auf die Rettung und Suche nach möglichen vermissten Personen.

Die Feuerwehr ist unterwegs auf die Schwägalp.

Mit dem Schrecken davon gekommen: Ein Hotelgast schildert, wie er den Lawinenabgang auf der Schwägalp erlebt hat.

So sah es auf der Schwägalp vor und nach dem Lawinenniedergang aus. (Bild: Webcam Säntis)

Im Bereich der Schwägalp ist eine Lawine niedergegangen. Die Ausserrhoder Kantonspolizei bestätigt dies auf Anfrage von Tagblatt Online. Angaben, ob Menschen zu Schaden gekommen sind, kann die Polizei zurzeit noch nicht machen.

Augenzeugen berichten von einer Lawine beim Hotel Säntis. Angestellte vom Restaurant berichten, dass die Strasse gesperrt ist und auch das Restaurant selber von der Lawine betroffen ist.

Im St.Galler Sittertobel blieb am Donnerstag ein LKW der Post stecken. Wie ein Leserreporter berichtet, musste der Lastwagen abgeschleppt werden.

Man könnte meinen, Velokuriere hätten heute im Bett bleiben können. Doch dem war nicht so. Ueli Traber, Geschäftsleiter von Velokurier St.Gallen, sagt auf Anfrage: « Wir sind trotz des Schnees ganz normal unterwegs. Man muss einfach genug Zeit einrechnen. Es ist auch eine gewisse Erfahrungssache. Beim Velo gibt es Winterpneu, wie beim Auto auch. Teilweise ist man dann mit dem Velo im Vorteil, oder dem Auto, das merken wir schon. Es gibt aber auch die Möglichkeit, manche Strecken mit dem ÖV zurückzulegen. Allerdings machen wir das auch so, das ist nicht unbedingt Schnee abhängig.»

Schlittler in Amriswil müssen Einschränkungen hinnehmen: Ihnen steht die bisher als Schlittelbahn genutzte Egghaldenstrasse nicht mehr zur Verfügung. Aus rechtlichen Gründen könne sie nicht mehr für die Schlittler gesperrt werden, heisst es von Seiten des Bauamtes. Die Schlittelfreunde können jedoch auf die angrenzene Wiese mit Böschung ausweichen, die einen weniger gefährlichen Schlittelspass ermöglichen. (rk)

Am Donnerstag versank die Ostschweiz im Schnee – Winterimpressionen aus der Stadt St.Gallen im Video:

Kindergärtler und Primarschülerinnen aus den Schulhäusern Ifang und Landhaus in Herisau genossen am Nachmittag den Schneeplausch am «Orionhang».

Während einige Kinder den Hang hinunter schlittelten, ging es bei anderen etwas weniger zimperlich zu und her – sie veranstalten eine Schneeschlacht.

Rutschpartie auf schneebedeckter Strasse in Hundwil

Am frühen Donnerstagmorgen fuhr ein 27-jähriger Autofahrer auf der Hauptstrasse von Hundwil in Richtung Waldstatt. In einer Rechtskurve verlor er auf der mit Schnee bedeckten Strasse die Kontrolle über das Fahrzeug und kam über den rechten Strassenrand hinaus. Im angrenzenden Wiesenbord kam das Fahrzeug zu stehen. Laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Die Kantonspolizei St.Gallen verzeichnete insgesamt 60 Unfälle. Dabei wurden drei Personen verletzt. Trotz unermüdlichem Einsatz verschiedener Räumungsdienste sorgten die kalten Temperaturen und schneebedeckten Fahrbahnen für Chaos auf den Strassen im ganzen Kanton. Dies sei vor allem auf die nicht an die Strassen- und Witterungsverhältnisse angepassten Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmenden zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung. Ein verunfallter Autofahrer war etwa mit Sommerpneus unterwegs. Diverse Fahrzeuge steckten fest und verursachten dadurch Verkehrsbehinderungen.

In Bad Ragaz auf der Valenserstrasse geriet ein 78-Jähriger mit seinem Auto auf der schneebedeckten Fahrbahn in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte sein Auto mit dem Auto einer entgegenkommenden 28-Jährigen. Die Autofahrerin wurde bei der Kollision verletzt. Sie musste mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht werden.

Schlitteln und Schneemann bauen: Kinder spielen in Romanshorn im Schnee – auch Hunden gefällt die weisse Pracht.

Ein Doppelstöcker-Postauto bei diesem Schnee sicher von St.Gallen nach Engelburg und zurück zu fahren, das ist ein heikler Job. Chauffeur Christoph Locher meistert ihn mit Bravour. Erleichtert wird seine Aufgabe dadurch, dass an den Hinterrädern Schneeketten angebracht sind. «Das Fahren bei Schnee ist gar nicht so schlimm. Der Druck kommt eher davon, dass wir den Fahrplan nicht mehr einhalten können – wir haben schon wieder acht Minuten Verspätung», sagt Locher. Doch die Sicherheit gehe vor. Die meisten Passagiere haben seiner Wahrnehmung nach Verständnis, dass die Postautos bei diesem Wetter verspätet unterwegs sind. «Ich habe sogar das Gefühl, dass sich bei diesem Wetter mehr Leute als sonst bei uns Chauffeuren für die Fahrt bedanken», hält er fest. Trotzdem ist Locher, der seit über 35 Jahren Postauto fährt, lieber bei gutem Wetter unterwegs. Und privat hätte er den grossen Schnee, der jetzt gekommen ist, ohnehin nicht mehr gebraucht, wie er sagt.

Kinder am Schlitteln auf der Kinderfestwiese in Rotmonten:

Schnee bringt Unfälle, Stau und viel Arbeit für die Stapo St.Gallen

(lim) Mit 200 Mitarbeitenden und etwa 100 Fahrzeugen und Maschinen steht das Tiefbauamt St.Gallen im Einsatz. In der ganzen Stadt müssen die Strassen und Wege vom Schnee geräumt und die Schneemassen abtransportiert werden. Prioritär würden die Hauptverkehrsachsen, jene Strassen des öffentlichen Verkehrs sowie wichtige Zufahrten zu Gebäuden wie Spitälern, etc. behandelt, teilt die Stadtpolizei St.Gallen mit.

Bei der Stadtpolizei St.Gallen gingen diverse Meldungen über blockierte Strassen ein. Die Verkehrsbehinderungen konnten meist vor dem Eintreffen der Polizei gelöst werden. Dennoch führten die Behinderungen teilweise zu Staus. Grössere Einschränkungen gab es aufgrund eines Unfalls beim Kreisel Spisertor. Durch eine Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Linienbus verkeilte sich der Bus und konnte nicht mehr weiterfahren. Während mehr als einer Stunde leistete die Stadtpolizei Verkehrsdienst, bis der Bus wieder fahrbar war. Zudem gab es drei weitere kleinere Unfälle ohne Verletzte. Nebst den Unfällen musste die Stadtpolizei St.Gallen fünf Autos abschleppen, die im Parkverbot standen und die Schneeräumung blockierten. Die Stadtpolizei rät weiterhin zur Vorsicht.

Autos haben Vorrang? Das passt der ehemaligen Nationalrätin und Vizepräsidentin der SP gar nicht:

Loipe auf dem Wellenberg gespurt

Bei genügend Schnee gibt es im Thurgau zwei Gebiete mit gespurten Langlaufloipen: Auf dem Wellenberg bei Hessenbohl oberhalb Thundorf und auf dem Seerücken bei Salen-Reutenen. Gestern waren auf dem Wellenberg zwei Loipen von je vier Kilometern Länge gespurt, eine für Skating-Technik, eine für klassischen Langlauf. Unter Telefon 052 376 34 33 ist der aktuelle Zustand der vom Langlaufclub Wellenberg unterhaltenen Anlage ab Band zu erfahren. Noch nicht gespurt waren am Donnerstag die Loipen in Salen-Reutenen. Die Verantwortlichen vom Langlaufclub Seerücken-Haidenhaus haben die Schneedeck zwar gewalzt. Sie sei aber noch nicht tragfähig. Möglicherweise ändert sich das schon am Freitag. Aktuelle Infos ab Band gibt es unter Telefon 052 763 19 83. (hil)

Die 78-jährige Friedgard Weissensteiner aus St.Gallen musste sich heute aufraffen, um die warme Stube doch noch zu verlassen. Sie schnappte sich einen Hund aus der Nachbarschaft und ging mit ihm im Guggeienwald laufen. Bereut hat sie den Spaziergang nicht: «Ich habe den schönen, sauberen Schnee genossen. Das ist schon etwas anderes als dieser Pflotsch, den es in der Stadt wegen der Salzerei sofort gibt», sagt sie. Noch schöner hätte sie den Waldspaziergang bei blauem Himmel und Sonnenschein gefunden – «aber so herrschte auch eine besondere Stimmung», sagt Friedgard Weissensteiner.

Der Wanderhirte im Schneegestöber

Im Schneegestöber bringt Franco Vitali seine Tiere auf ein Feld in Oberbüren im Kanton St.Gallen. Von November bis März zieht der 62-jährige Wanderhirte jedes Jahr mit einer Herde von 800 Schafen, die zur Familie Barandun gehören, von Feld zu Feld.

Während dieser Zeit schläft er in einem umgebauten Viehwagen. Das macht er seit 27 Jahren. Im Sommer arbeitet Franco Vitali mit seiner Frau auf der Alp Palü bei Poschiavo.

Es wird nicht die letzte Schneeräumung am Bahnhof St.Gallen gewesen sein…

Wer heute mit einem Kinderwagen unterwegs ist, hat es schwer – so beispielsweise Karin Morgenthaler aus St.Gallen (links im Bild). Sie stösst in Begleitung ihrer Kollegin Désirée Kühne den sieben Monate alten Sohn durchs Demutstal und sagt: «Das ist ein kleines Abenteuer.» Weil auf dem Trottoir viel Schnee liegt, der teils nicht weggeräumt ist, muss sie mit dem Kinderwagen immer wieder auf die Strasse ausweichen. Und wurde deswegen von einem verärgerten Autofahrer gerade vor ein paar Minuten kritisiert. Darüber, dass in erster Priorität die Strassen freigeräumt werden und der Schnee auf den Trottoirs liegenbleibt, mögen sich die beiden Frauen nicht beschweren. «Es ist halt Winter», sagt Karin Morgenthaler. Allenfalls werde sie ihren Sohn am Freitag in einer Trage an die frische Luft mitnehmen.

Spektakuläre Bilder einer Rettungsaktion in Chamonix.

«Angesichts des anhaltenden Schneefalls hat die Räumung der Hauptrouten Priorität», sagt Bruno Fronebner, Leiter Strassenunterhalt beim Kanton Appenzell Ausserrhoden. Seit Mittwochabend seien sämtliche verfügbaren Fahrzeuge unterwegs, um die Strassen zu räumen. In einem zweiten Schritt würden die sich türmenden Schneeberge und Mahden weggefräst und der Schnee abgeführt. Mehrere Lastwagen eines Herisauer Transportunternehmens fuhren am Donnerstagmorgen Ladung um Ladung mit Schnee von der Degersheimerstrasse weg und entsorgten die weisse Pracht im Tobel unterhalb des Gebietes Walke. (Mea McGhee)

Wer mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist, braucht bei diesem Schneetreiben Geduld. Sowohl auf den Linien der Verkehrsbetriebe St.Gallen als auch auf den Postauto-Linien kommt es zu Verspätungen. Bis zu 30 Minuten länger mussten Postauto-Fahrgäste vereinzelt schon an Haltestellen warten. «Die meisten Probleme bereiten uns die Situationen bei der Spisegg und der Martinsbrücke», sagt Walter Schwizer, Leiter der Region Ostschweiz der PostAuto Schweiz AG. Bei der Martinsbrücke seien am Mittwoch drei Postautos still gestanden – weil Autos den Weg versperrt hatten. «Als erste Massnahme haben wir zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt», sagt Schwizer. Sei eine Strecke versperrt, nütze aber auch das nichts. Dann muss der Kurs umgeleitet werden. Der Austausch mit den Mitarbeitern der Schneeräumung funktionierte gut. Schwizer betont zudem, dass die Postautos wintertauglich sind. «Und unsere Mitarbeiter sind absolute Profis am Steuer.» Ist die Strasse glatt, müssen diese die Geschwindigkeit reduzieren. Das kann zwar dazu führen, dass der Anschluss in St.Gallen nicht gewährleistet ist. «Die Sicherheit der Fahrgäste geht aber immer vor.» (Linda Müntener)

35 Zentimeter Neuschnee fielen auf dem Säntis seit gestern Mittwoch. «Aktuell beträgt die Schneehöhe bei der Messstange bei der Stütze zwei der Schwebebahn drei Meter», sagt Michael Wehrli, Technischer Leiter der Säntis-Schwebebahn AG. Auf der Schwägalp ist die Schneedecke aktuell 127 Zentimeter dick. Hier sind seit Sonntag 70 Zentimeter Neuschnee hinzugekommen. Die Mitarbeitenden hätten zwar viel Arbeit mit der Schneeräumung, doch der Bahnbetrieb laufe gemäss Fahrplan. Mehr Probleme bereiteten jeweils Wettersituationen mit Regen und Wind, dann müsse die Anlage von Eis befreit werden, so Wehrli. Im Gebiet Schwägalp werden aufgrund der grossen Lawinengefahr nicht alle Winterwanderwege präpariert. Jene Abschnitte rechts der Strasse Richtung Siebenhütten, seien momentan nicht zugänglich. Offen ist der Laternliweg. (Mea McGhee)

Auch in Rorschach hat es genug Schnee für eine kleine Schlittelpartie durch die Strassen. Den Beweis liefert Laura Manser mit ihren Bildern von der Stadt am See:

Sie hasst Schnee: Rosaria Langone, 31, in der Schweiz geborene Italienerin aus St.Gallen. «Schon als Kind konnte ich nichts mit Schnee anfangen», sagt sie. Dementsprechend sauer war sie heute Morgen, als sie aus dem Fenster schaute. Sie ist überzeugt: Vielen anderen ist es gleich gegangen – «die Leute sind bei diesem Wetter ganz anders, viel mürrischer», sagt sie. Trotzdem: Nach Italien zu ziehen kommt für sie nicht in Frage. «Von der Arbeit und vielem anderem her ist es in der Schweiz einfach perfekt», sagt Rosaria Langone. Einzig das Meer fehle hier. «Und dieser blöde Schnee müsste nicht sein…»

An diesen Tischen des Restaurants Tibits in St.Gallen isst vorderhand sicher niemand – weder vegan noch vegetarisch.

Und wie sieht es mit den Tieren im Zoo aus? Affen etwa machen Schneebälle und essen diese anschliessend, Kamele werden zum Wetterradar. Wie die Tiere in den Ostschweizer Zoos das Winterwetter sonst noch erleben, können Sie folgend nachlesen:

Auch Hunde haben Freude an der weissen Pracht. Ein australischer Labradoodle im Thurgau ist sichtlich begeistert.

Was machen eigentlich die Tiere bei diesem Wetter? Tauben etwa suchen Futter im Schnee, wie Leserreporter Ruedi Dörig in Altstätten eingefangen hat.

Halten Sie sich fest. Auf dem Säntis wird eine Schneehöhe von 3 Metern gemeldet. Hier sehen Sie Bergwirt Ruedi Manser der gegen die Schneemassen kämpft.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Vorarlberg: Weiterhin grosse Lawinengefahr in den Bergen

(sda) Das Winterwetter hat Vorarlberg am Donnerstag weiterhin fest im Griff. Nach wie vor herrscht in den Bergen verbreitet grosse Lawinengefahr der Stufe 4. Während Schröcken im Bregenzerwald seit acht Uhr vorübergehend wieder erreichbar war, waren der Nachbarort Warth, die Arlberg-Dörfer Lech, Zürs und Stuben sowie Gargellen im Montafon weiter von der Aussenwelt abgeschnitten.

Wintersportlern wird von Aktivitäten abseits der gesicherten Pisten abgeraten. In der Nacht schneite es in Vorarlberg teils ergiebig, bis Donnerstagabend sollten bis zu 40 Zentimeter Neuschnee hinzukommen. Die anhaltenden Schneefälle sorgten am Donnerstag auch im Frühverkehr für Behinderungen, etwa auf der Rheintalautobahn bei Dornbirn Nord und bei Bregenz-Weidach. Hängengebliebene Fahrzeuge sorgten dort für Staus.

Kampf gegen Dachlawinen: Das Dach der St.Galler Hauptpost wird vom Schnee befreit – auf einer Seite ist der Eingangsbereich deshalb abgesperrt.

Dasselbe Bild wie bei der Hauptpost auch beim Bahnhofgebäude: Ein Bereich ist wegen der laufenden Schneeräumung auf dem Dach abgesperrt.

Was in höheren Lagen schon seit längerem möglich ist, geht jetzt auch im Kanton Thurgau: Es wird Ski gefahren. Der Skilift Nollen in Wuppenau meldet beste Verhältnisse für Skifahrer mit rund 30 Zentimeter Schnee auf der Piste. Am Donnerstagnachmittag ist er ausnahmsweise ab 13.30 Uhr geöffnet.

Schon wieder hat es in der Stadt St.Gallen gekracht: Ein kleiner Lieferwagen und ein Regiobus sind um 9.30 Uhr beim Spisertor kollidiert. Der Bus habe sich ungünstig verkeilt, sagt Dionys Widmer von der Stadtpolizei St.Gallen gegenüber «FM1 Today». In den nächsten Stunden könne es deshalb zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Lämmlisbrunnenstrasse ist gesperrt, die Appenzeller Bahnen fahren nicht. Auf dieser Strecke sollen Ersatzbusse verkehren.

Hansueli Schläpfer befreit die Berneggtreppe in St.Gallen vom Schnee – bereits zum dritten und sicher nicht zum letzten Mal heute. «Wenn ich unten fertig bin, kann ich gleich wieder oben anfangen», sagt er. Schläpfer geht gelassen mit der Tatsache um, dass er eine Sisyphusarbeit verrichtet. Sein Motto entspricht den aktuellen Temperaturen: «Cool bleiben! Sonst hat man definitiv den falschen Job.»

Philippe Debons arbeitet seit vielen Jahren beim Tiefbauamt der Stadt St.Gallen. In den wärmeren Jahreszeiten ist er mit Reinigungs- oder Reparaturarbeiten wie etwa dem Flicken beschädigter Treppen im Bereich Gottfried-Keller-, Bernegg- oder Schneebergstrasse beschäftigt. Im Winter befreit er die Strassen im selben Quartier vom Schnee – heute seit 3 Uhr früh. «Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und gerne draussen», sagt er. Probleme mit dem Schneepflügen gebe es dann, wenn parkierte Autos im Wege stünden – oder wenn man vor lauter Schnee gar nicht mehr wisse, wohin damit. «Das ist jetzt langsam der Fall», sagt Debons. Er bleibt aber zuversichtlich: «Irgendwie geht es immer.»

Die nächsten Unfallmeldungen aus dem Kanton St.Gallen. In den letzten 24 Stunden hat die Kantonspolizei nicht weniger als 45 Unfälle raportiert…

Uns erreichen die ersten Bilder aus dem Thurgau. Sie sehen: Es schneit bis in die Niederungen, hier bis nach Zuben bei Münsterlingen.

Schneeräumung am Airport Altenrhein: «Frau Holle hält unsere Jungs vom Winterdienst ganz schön auf Trab», schreibt People’s Viennaline auf Instagram.

Diese Meldung überrascht nicht:

Rolf Baumann sitzt im -geheizten – Kassenhäuschen des Schlössli-Skilifts in St.Gallen. «Es gab Winter, in denen wir nur Kosten für das Aufstellen und das Abbrechen des Skilifts hatten und ihn kein einziges Mal laufen lassen konnten. Was wir diesen Winter erleben, ist natürlich ein Traum», sagt er. Er selbst war nie ein grosser Skifahrer und steht auch nicht mehr auf die Bretter. «Es juckt mich auch nicht mehr», sagt er. Mit 69 werde man einfach ängstlicher.

Ski und Schlittelplausch im Schlössli in Haggen:

Seit über 15 Jahren fährt Philippe Seeholzer Bus bei den Verkehrsbetrieben St.Gallen. Mit einer Kappe und Handschuhen sitzt er am Steuer seines Fahrzeugs, das er soeben in Richtung Schlössli und Wolfganghof gelenkt hat. «Ich mag den Winter – an Tagen wie dem heutigen kann man als Chauffeur zeigen, was man kann», lacht er. Die Fahrt zur Endstation ist trotz ansteigender, schneebedeckter Strasse problemlos verlaufen. Das ist aber nicht immer so: Es könne durchaus sein, dass man mal steckenbleibe, sagt Seeholzer. Sei man wegen des Schneefalls verspätet unterwegs, erlebe man alles: verständnisvolle Passagiere, aber auch solche, die wirklich hässig seien.

Und auch in der Stadt St.Gallen führt der Schnee zu zahlreichen Unfällen:

Wo Schnee fällt, sind Unfälle nicht weit: In Herisau sind gestern Abend auf der Degersheimerstrasse zwei Autos ineinander geprallt. Es blieb glücklicherweise bei Blechschäden.

Unser Reporter Daniel Walt wagt sich nach draussen: In den nächsten Stunden berichtet er mit Fotos, Videos und kleinen Geschichten vom Schneetreiben in der Stadt St.Gallen.

Wir starten den Ticker mit guten Nachrichten. In Österreich retteten gestern Mitarbeiter der Schneeräumung einer Gams das Leben:

Guten Morgen liebe Ostschweiz. In den nächsten Stunden erfahren Sie in diesem Newsticker alles über den grossen Schnee in der Region. Wir schauen aber auch über die Grenzen und berichten, was in der restlichen Schweiz und im nahen Ausland passiert.