Nach Pleite im Derby Schalke-Boss Heidel ruft den Abstiegskampf aus

Bams

14 Punkte aus 14 Spielen, die verdammt schmerzhafte Pleite im Derby: Vize-Meister Schalke ist abgestürzt.

Auch, weil Taktik-Tüftler Domenico Tedesco (33) kein goldenes Händchen mehr hat. Während in der Vor-Saison fast jeder Kniff geklappt hat, geht es in diesem Jahr zu oft schief.

Aus der Not heraus muss der Schalke-Trainer gegen Dortmund Weston McKennie in den Sturm stellen. Als dann auch noch Guido Burgstaller nach 36 Minuten vom Platz humpelt, hat Tedesco eine Idee: Er bringt Linksverteidiger Hamza Mendyl neben dem Mittelfeldmann McKennie für den Sturm.

Tedesco erklärt: „Wir wollten mit Hamza Mendyl einen schnellen Spieler gegen die schnellen BVB-Verteidiger bringen. Er ist ein Pfeil, der Schnellste in der Truppe. Davon haben wir nicht viele – leider.“

Doch der Abwehrmann kennt die Laufwege in der Spitze nicht, tut sich sehr schwer. Sky-Experte Christoph Metzelder: „Das ist schon sehr gewagt, einen Linksverteidiger und einen defensiven Mittelfeldspieler in die vorderste Reihe zu schicken. Mendyl war völlig verloren.“

Tedesco gibt zu: „Wir haben uns das anders vorgestellt. Wir haben etwas versucht, aber das hat nicht geklappt.“

Allerdings: Viele Alternativen hat der Trainer nicht. Uth (Muskelfaserriss) und Embolo (Fußbruch) fallen noch länger aus, auf der Bank sitzen Teuchert (gerade fit nach Sehnenriss) und Konoplyanka.

Tedesco: „Konoplyanka ist ein Flügelspieler, klebt wie ein Magnet an der Linie. Wir haben aber Raute gespielt.“ Der Trainer sieht das größere Bild: „Uns fehlt schlicht die Durchschlagskraft, wir sind nicht torgefährlich.“

Steht für den Vize-Meister jetzt nächste Woche in Augsburg Abstiegskampf an? Schalke-Boss Christian Heidel: „Wir befinden uns momentan in diesem Bereich, ja.“