Wirtschaft Kompakt

Elf Milliarden an Investitionsbedarf

Die Deutsche Bahn braucht in den nächsten Jahren gut elf Milliarden Euro zusätzlich, um Unpünktlichkeit, Zug-Mängel sowie das marode Netz in den Griff zu bekommen. Allein für die Instandhaltung der 33.000 Kilometer Schienenwege will die Bahn vom Bund in den nächsten fünf Jahren rund 7,3 Milliarden Euro mehr als bisher. Weitere vier Milliarden Euro etwa für neue Züge, neues Personal und Projekte zur Verbesserung der Pünktlichkeit will das Unternehmen über neue Kredite bekommen. Aus den Gewinnen kann die Bahn ihre Investitionen schon länger nicht mehr bezahlen.

Bosch erwartet 2019 Stagnation

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch rechnet für das kommende Jahr mit einer global stagnierenden Pkw-Produktion. „Das nächste Jahr wird verhalten, wir gehen aber nicht davon aus, dass es zu einem Abschwung kommt“, sagte der Chef der Bosch-Autosparte Mobility Solutions, Rolf Bulander.

EU-Staaten einigen sich auf Jobcenter

Die EU-Arbeitsminister haben sich auf die Einrichtung einer Europäischen Arbeitsagentur geeinigt. Sie soll durch Informationsaustausch helfen, Schwarzarbeit zu unterbinden. „Es ist wichtig, dass man in Europa voneinander weiß, um gegen Kriminalität im Sozialbereich, im Bereich der Arbeitsmarktpolitik vorgehen zu können“, sagte der deutsche Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Brüssel.

Extrakosten fürs Gepäck ausweisen

Online-Reisevermittler müssen vor dem Vertragsabschluss nicht nur den Flugpreis, sondern auch Extrakosten für die Gepäckaufgabe angeben. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Dresden nach einer Klage des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes (VZBV) gegen den Betreiber des Portals Ab-in-den-Urlaub. Der Vermittler muss demnach die Gepäckpreise auch nennen, wenn die Gepäckaufgabe nur bei der Airline selbst zugebucht werden kann. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.