WACGollner macht heute den Abwehrchef

Manfred Gollner (links) wird heute gegen den LASK die Abwehr dirigieren © (c) GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Zwei Spiele hat der WAC noch Zeit, sein gestecktes Ziel – 30 Punkte im Herbst – zu erreichen: heute (17 Uhr) zu Hause gegen den LASK und am 15. Dezember in Innsbruck. Rein rechnerisch geht es sich nur mit zwei Siegen aus. Was nicht einfach wird. „Der LASK ist für mich jene Mannschaft, die Salzburg am ehesten fordern kann. Das hat man beim 3:3 im direkten Duell gesehen“, weiß WAC-Trainer Christian Ilzer.

Gollner und Kigbu

Personell muss er nach den Sperren der beiden Innenverteidiger Michael Sollbauer (Rot gegen Sturm Graz) und Nemanja Rnic (fünfte Gelbe) in die Trickkiste greifen. Erstmals sollen Manfred Gollner und Ash Kigbu im Zentrum verteidigen. Ersterer kam mit Ilzer aus Hartberg. „Ich habe ihn als enormen Winnertyp kennengelernt“, verrät Ilzer. „Er ist kein Mann der leeren Worte. Jede Ansage, die er liefert, die sitzt.“ Die ersten Spiele stand Gollner in der Startelf, zuletzt setzte Ilzer aber auf das Duo Sollbauer-Rnic. „Alle drei sind absolut auf Augenhöhe. Gollner ist immer präsent, bringt immer seine Leistungen.“

Egal, wo Ilzer ihn auch einsetzt, wie beim 2:2 gegen Mattersburg auf der linken Abwehrseite anstatt des verletzten Lukas Schmitz. „Das hat mir eh getaugt, einmal etwas offensiver zu agieren“, schmunzelt Gollner. „So kann ich mich auch sehr gut weiter entwickeln.“ Der Steirer („Ich komme aus Obdach, fahre nur eine halbe Stunde nach Wolfsberg.“) erwartet einen LASK der „mit hohem Tempo spielt und sehr viel anpressen wird.“ Ob er es mit einem Frieser oder Tetteh zu tun bekommt, ist dem 27-Jährigen egal. „Es sind alles quirlige Spieler.“

Aufpassen vor den Kontern

Unterstützung in seiner Analyse erhält Gollner von seinem Coach. „Der LASK hat mit Oliver Glasner einen sehr guten Trainer, bevorzugt ein sehr einfaches, geradliniges Spiel. Die Oberösterreicher machen im Spielaufbau kaum Fehler, sind enorm stabil. Und wenn du ihnen in unserer Abwehrhälfte Raum gibst, wird es brandgefährlich. Sie sind sicher eines der besten Konterteams der Liga.“ Das Erfolgsrezept: „Die Kunst besteht darin, ihnen nicht das zu geben, was sie wollen – Ballgewinne und Raum.“

Das gelang den Wolfsbergern gegen den LASK in der Hinrunde ganz gut – obwohl das Spiel auswärts mit 0:2 verloren ging. Ilzer: „Wir haben uns diese Partie nochmals ganz genau angeschaut. Wir gerieten mit der ersten LASK-Chance aus einem Freistoß in Rückstand. Wir waren lange Zeit auf Augenhöhe.“ Damit es heute drei Punkte werden, muss das über die gesamte Spielzeit klappen.