Ironman 70.3 Bahrain: Norweger stürmen das Podium, Andi Raelert kehrt mit Rang

Bei einem Langlaufrennen wäre es Normalität, im Triathlon muss man sich daran erst noch gewöhnen. Das norwegische Trio Kristian Blummenfelt, Gustav Iden und Casper Stornes stürmte bei der Ironman 70.3 Middle East Championship Bahrain (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) mit superschnellen Zeiten das Siegerpodest. Blummenfelt gelang dabei die Titelverteidigung und setzte zudem mit seiner Siegerzeit von 3:29:04 Stunden eine neue Bestmarke über die Ironman 70.3-Distanz. Andreas Raelert feierte am Persischen Golf mit Rang sechs ein gelungenes Comeback und bei den Frauen gelang der Britin Holly Lawrence bei ihrer Rückkehr ins Wettkampfgeschehen ebenfalls die Titelverteidigung.

Wie bei einem Teamtriathlon stürmten Kristian Blummenfelt, Gustav Iden und Casper Stornes  an den Bahrain Avenues auf den abschließenden Laufparcours. Zuvor hatte das Trio schon im Abstand von wenigen Sekunden das Schwimmen und das Radfahren absolviert. Während nach dem Schwimmen noch eine Handvoll Athleten gleichauf mit den Norwegern auf die Radstrecke wechselten, darunter auch Andi Raelert und der Neuseeländer Terenzo Bozzone, waren diese später bald unter sich. Raelert konnte erwartungsgemäß das Tempo nicht mitgehen und Bozzone stieg, geschwächt von den beiden Rennen der Vorwochen, nach wenigen Kilometern vom Rad.

Laufduell zwischen Blummenfelt und Iden

Casper Stornes musste seine beiden Landsmänner Blummenfelt und Iden bald etwa ziehen lassen, die ihrerseits bis in die letzte der drei Wendepunktlaufrunden gleichauf liefen. Dann schaltete der Titelverteidiger noch einen Gang höher. Am Ende bog der 24-Jährige allein in Richtung Ziellinie ab und nahm Iden noch 21 Sekunden ab. Stornes machte vier Minuten später den norwegischen Dreifacherfolg perfekt. Das Trio hatte in ähnlicher Manier Ende April bereits das World Triathlon-Series Rennen auf den Bermudas dominiert, in der Reihenfolge Stornes, Blummenfelt und Iden.

Andi Raelert im Schwimmen dabei, beim Laufen besser als erwartet

Hinter dem Briten Adam Bowden und Matt Trautman aus Südafrika bog dann auch schon Andi Raelert in den Zielkanal ein, mit einem Blick auf die Stoppuhr. Nach 3:40:01 Std. blieb die Uhr für den 42-jährigen Rostocker stehen, der im Ziel dann auch gleich ein zufriedenes Fazit zog: “Beim Schwimmen war ich voll dabei, anschließend haben sich auf dem Rad dann natürlich die fehlenden Kilometer in den Beinen bemerkbar gemacht. Das Laufen ging dann aber erstaunlich gut. Ich konnte konstant eine Pace von 3:25 – 3:30 Minuten laufen.” Raelert will nun nach einer kurzen Pause weiter am Formaufbau arbeiten, um möglichst früh im Jahr 2019 in die Wettkampfsaison einsteigen zu können.

Holly Lawrence verteidigt die Team-Ehre von Bahrain Endurance 13

Bei den Frauen gelang Holly Lawrence ein Start-Ziel-Sieg, allerdings saßen der Britin die Konkurrentinnen zeitweise relativ dicht im Nacken. Auf dem Rad war dies zunächst die Australierin Ellie Salthouse, die lange Zeit zu Lawrence in Schlagdistanz blieb und erst am Ende des Radfahren etwas abfiel. Die Britin nahm so zweieinhalb Minuten Vorsprung mit in den Halbmarathon. Dort wurde dann ihre Landsfrau Sarah Lewis zur Jägerin, die mit dem besten Laufsplit aller Frauen immer näher zur Spitze aufschloss. Allerdings war Lawrence schon zu weit enteilt und hielt zudem mit viel Kampfgeist dagegen. Lawrence wiederholte nach einer gut halbjährigen Verletzungspause in 3:59:20 Std. unter den Augen von Team-Mäzen Shaikh Nasser Bin Hamad Al Khalifa ihren Vorjahressieg vor Sarah Lewis und Ellie Salthouse.