Europaweite Durchsuchungsaktion wegen Geldfälschung – Ermittler auch in

Europol hat eine europaweite Durchsuchungsaktion wegen Geldfälschung durchführen lassen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lobte in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete internationale Zusammenarbeit. Die 178 Durchsuchungen in Deutschland wurden bei dieser Aktion durch bayerische Ermittler koordiniert. Auch in Bayerisch-Schwaben war die Polizei aktiv.

Symbolbild: Falsche 50-Euro-Scheine

Unter der Federführung von Europol fanden vom 3. bis zum 6. Dezember 2018 in 13 Staaten großangelegte Durchsuchungsaktionen wegen Geldfälschung und Falschgeldhandel im ‚Darknet‘ statt. In Deutschland koordinierten die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Falschgeldzentralstelle des Bayerischen Landeskriminalamts insgesamt 178 Durchsuchungen bei 160 Tatverdächtigen in allen 16 Bundesländern. Insgesamt waren mehr als 900 Polizistinnen und Polizisten deutschlandweit im Einsatz.


Die Ermittler konnten unter anderem falsche Euronoten, Betäubungsmittel und nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände sicherstellen. Unter anderem wurde ein 53-Jähriger aus Regensburg wegen Geldfälschung in Untersuchungshaft genommen. Für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war der Einsatz ein voller Erfolg: „Unseren Ermittlern ist ein empfindlicher Schlag gegen internationale Falschgeldhändler und ‑bezieher gelungen.“ Der Minister lobte vor allem die ausgezeichnete internationale Zusammenarbeit der Ermittler: „Wir haben in Europa einen starken Polizeiverbund und Kriminelle müssen selbst im Darknet jederzeit mit der harten Hand des Gesetzes rechnen. Auch die hervorragende Kooperation der Falschgeld- und Cybercrime-Spezialisten von Polizei und Staatsanwaltschaft in Bayern hat sich sehr bewährt.

Ausgangspunkt der internationalen Durchsuchungsaktion war nach Herrmanns Worten die Aushebung einer Falschgelddruckerei durch das Bundeskriminalamt Österreich und das Landeskriminalamt Wien bei einem 32-jährigen Österreicher. Der 32-Jährige vertrieb selbst produzierte 10-, 20- und 50-Euro-Falschnoten über illegale Darknetmarktplätze im Internet.

Die bayerischen Behörden standen bereits seit geraumer Zeit mit den österreichischen Ermittlern in engem Kontakt und unterstützten die dortigen Ermittlungen maßgeblich, da der in Österreich festgenommene 32-Jährige auch bayerische Packstationen nutzte, um sich Hologramme aus China für die Produktion des Falschgeldes zuschicken zu lassen. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnten eine Vielzahl von Personen festgestellt werden, die verdächtig sind, diese Falschnoten gekauft zu haben.

In 220 Fällen leiteten die Falschgeldermittler des Bayerischen Landeskriminalamts Ermittlungsverfahren wegen Geldfälschung bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern ein. In Bayern durchsuchten mehr als 150 Ermittler in allen Regierungsbezirken insgesamt 28 Objekte bei 24 Tatverdächtigen. In zwei Fällen wurde die Polizei im Bereich der schwäbischen Polizeipräsidien aktiv.