120.000 Euro Schaden: Dachstuhlbrand eines Rohbaus in Düsseldorf-Stockum

Anwohner meldeten der Feuerwehr Düsseldorf am frühen Freitagmorgen Flammen im zweiten Obergeschoss eines leer stehenden Wohngebäudes in der Beckbuschstraße. Die Feuerwehr setzte zwei Wasserwerfer über Drehleitern ein, um die Flammen auf dem Dach zu bekämpfen. Zeitgleich konnten über das Baugerüst drei Löschtrupps in das Innere des Gebäudes vordringen.

Auch hier hatte sich das Feuer bereits ausgebreitet, sodass ein umfassender Löschwassereinsatz erforderlich war. Da das komplette zweite Stockwerk in einer Holzständerbauweise errichtet worden war, hatten sich in den Zwischenwänden und den Decken Glutnester gebildet. Nach rund 90 Minuten waren die Flammen auf dem Dach und im Gebäude unter Kontrolle.

Allerdings musste im weiteren Verlauf des Morgens und Vormittags ein Großteil der Wände und Decken mit Kettensägen sowie die Zinkblechbedachung mit Spezialsägen durch die Feuerwehrleute geöffnet werden. Hierbei fanden die Einsatzkräfte – mithilfe von Wärmebildkameras – zahlreiche Glutnester in den Zwischenräumen, die mit Löschrohren erstickt wurden.

Der entstandene Sachschaden an dem Wohngebäude wird von der Feuerwehr auf rund 120.000 Euro geschätzt. Eine Mitarbeiterin des Umweltamtes begleitete die Löscharbeiten, da geringe Mengen eines sogenannten Netzmittels dem Löschwasser zugeführt wurden, um einen schnelleren Löscherfolg im Bereich der Holzständerwände und Isolierung zu erzielen.

Aufgrund des hohen Sachschadens und der unklaren Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

(csr)