VW fährt die Entwicklung von Verbrennungsmotoren herunter

Wie bereits VW-CEO Herbert Diess im NZZ-Interview verdeutlichte, setzt der Wolfsburger Konzern künftig auf die Elektromobilität, um die immer strengeren CO2-Grenzwerte erfüllen zu können.

Bestätigung erhält er nun von Michael Jost, dem Chefstrategen der Kernmarke Volkswagen, der an der «Handelsblatt»-Veranstaltung Auto-Gipfel sagte: «Wir arbeiten an der letzten Plattform für Fahrzeuge, die nicht CO2-neutral sind. Wir fahren unsere Verbrennungsmotoren auf das absolute Minimum herunter». Ähnliche Aussagen gibt es auch bei Jaguar Land Rover.

Die erste Welle von Fahrzeugen, die für den reinen Elektrobetrieb konzipiert sind, rollt derzeit im VW-Konzern vom Stapel. Den Anfang macht der Audi E-Tron Quattro, gefolgt vom Porsche Taycan. Insgesamt sollen ab 2019 rund 15 Millionen Elektroautos von 12 Konzernmarken auf den Markt kommen. Bis 2030 will VW elektrifizierte Varianten von mehr als 300 Fahrzeugen, darunter auch Lkw und Motorräder, lancieren.

Wie Jost erklärt, wird an der Entwicklung der kommenden Verbrenner-Generation auch nach 2026 noch weitergearbeitet, und auch nach 2050 soll es in gewissen Regionen der Welt ohne genügende Ladeinfrastruktur für E-Mobile weiterhin Benzin- und Dieselautos geben. Der Feinstaubbelastung in den Städten könne durch noch sauberere Motoren begegnet werden, doch die deutlich grössere Bedrohung komme langfristig durch die CO2-Emissionen.

Im Rückblick auf den Dieselskandal sagte Jost: «Ja, wir haben eine klare Verantwortung in diesem Bereich. Wir haben Fehler gemacht».