Hartz-IV-Empfänger: Martin (33) behauptet, aus bizarrem Grund nicht arbeiten

Drochtersen –

Wenn jeder so denken würde wie Martin, wäre die Welt voller Hartz-IV-Empfänger!

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland beziehen Hartz IV. Davon gelten 4,1 Millionen als erwerbsfähig, könnten also arbeiten.

1,9 Millionen Hartz-IV-Empfänger sind länger als vier Jahre ohne Arbeit. Martin aus Drochtersen in Niedersachsen ist einer von ihnen.

Martin (33) bezieht seit 2009 Hartz IV

Der 33-Jährige lebt seit fast zehn Jahren von Hartz IV. Der „Bild” verriet er die Gründe für seine Arbeitslosigkeit. 

Es habe im Jahr 2009 begonnen, als er eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann abbrach.

Martin: „Konnte nichts lange durchhalten”

Seitdem schnuppere er immer mal wieder in verschiedene Jobs rein, bleibe aber nie allzu lange am Ball.

Das Jobcenter bietet mir natürlich immer wieder Jobs an. Ich habe auf dem Bau oder im Senioren-Begleitservice gearbeitet. Konnte aber nichts lange durchhalten. Dann bekomme ich auch oft Jobangebote, für die ich gar nicht qualifiziert bin, wie zum Beispiel Lagerist. 

Der Hauptgrund, aus welchem er sich vor Arbeit scheue, sei jedoch ein anderer: sein Hund.

„Er bleibt nicht alleine zu Hause”, behauptet der Alleinstehende.

Martin: „Jegliche Arbeitszeiten und geregelte Jobs machen mir Angst”

Er nennt noch ein weiteres Problem: Angst.

„Seit ein paar Monaten bin ich jetzt krankgeschrieben, da mir jegliche Arbeitszeiten und geregelte Jobs Angst machen.”

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Ob er sich denn wenigstens für die Zukunft endlich einen passenden Job wünsche? Pustekuchen!

Martin: „Will in die Grundsicherung kommen”

„Ich wünsche mir, in die Grundsicherung zu kommen. Dann fällt der Druck der Bewerbungen und Zwangsarbeit vom Jobcenter weg”, sagt Martin. 

(ta)