FC fegt Dresden mit 8:1 vom Platz

Köln.
Mit einem deutlichen 8:1-Sieg hat der 1. FC Köln am Samstag Dresden vor ausverkaufter Kulisse geschlagen. Den Gastgebern gelang praktisch alles bei den Torschüssen – sehr zur Freude der rund 45.000 Kölner Fans.

Einen Nachmittag nach ihrem Geschmack erlebten die 45.000 FC-Fans unter den 50.000 im ausverkauften Stadion. Acht Mal wurde das Trömmelchen-Lied gespielt, das Zeichen für einen FC-Treffer. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit gelang den Gastgebern beim 8: 1 (2:0) praktisch alles bei den Torschüssen.

Damit gab die Mannschaft eine eindrucksvolle Antwort auf die jüngste Kritik an ihrem schwachen Offensivspiel. Und auch Trainer Markus Anfang durfte zufrieden sein. Er hatte mit der taktischen Änderung hin zu einer Doppelspitze und mit Marcel Risse als Rechtsaußen die richtigen Signale für das Angriffsspiel gegeben.

Mit Volldampf und einem Start nach Maß begannen die Gastgeber die Partie. Bereits der erste Angriff in der dritten Minute bescherte die Führung. Nach einem Steilpass auf der rechten Seite von Marcel Risse legte Dominick Drexler den Ball zurück, und Jhon Cordoba köpfte zielsicher ein.

So beflügelt stürmten die Kölner weiter, ohne allerdings das 2:0 zu erzielen. Doch wie am Montagabend in Hamburg war es nach einer Viertelstunde damit vorbei. Zwar übernahm nun nicht der Gegner das Geschehen, aber von den Kölnern kam nichts mehr. Die Dominanz im Mittelfeld blieb ohne Resonanz.

Dieser Leerlauf dauerte bis etwa zur 35. Minute. Dann näherten sich die Hausherren wieder ein wenig mehr dem Dynamo-Tor. Und prompt gelang in der 42. Minute mit freundlicher Unterstützung der Gegner das 2:0. Zunächst spielte sich Louis Schaub zentral bis in den Strafraum. Sein Pass wurde zwar abgefangen, zugleich aber von Philip Heise zu Simon Terodde gelenkt. Der Torjäger nahm das Geschenk dankend an und vollendete. Sein 14. Saisontreffer.

Von den Dresdnern sah man in der Offensive so gut wie nichts. Lediglich einen Schuss von Moussa Knoé musste Timo Horn um den linken Pfosten lenken. Ansonsten wurden die wenigen Angriffe alle vor dem Strafraum abgefangen.

Die zweite Halbzeit hatte gerade einmal gut eine Minute angedauert, da markierte Simon Terodde seinen 15. Saisontreffer. Der ging allerdings zu 90 Prozent auf das Konto von Louis Schaub. Der spielte sich nach einem Dresdner Ballverlust bis auf die Grundlinie durch. Seinen Rückpass auf den völlig blank stehenden Terodde nutzte der aus sieben Metern.

Da wollte Jhon Cordoba nicht zurückstecken. Nach einer dreiminütigen Unterbrechung, weil Dresdner Chaoten Rauchtöpfe in schwarz und gelb gezündet hatten, setzte sich der Kolumbianer im Duell mit Dario Dumic durch und traf in diagonal ins entfernte Toreck (51.). Es war sein vierter Saisontreffer.

Und das Scheibenschießen ging weiter. In der 56. Minute gab es für Louis Schaub wieder nur Geleitschutz im Mittelfeld. Sein abgefälschtes Zuspiel nahm der aufgerückte Jonas Hector an und traf zum 5:0. Weitere fünf Minuten später bereitete er mit einer Flanke das 6:0 vor. Das erzielte wiederum Simon Terodde per Kopf, schnürte damit einen Dreierpack.

Für Ergebniskosmetik sorgte in der 72. Minute der eingewechselte Baris Atik. Mit einem feinen Schuss über Timo Horn hinweg traf er für die Dresdner.

Da mochte Louis Schau, Kölns feiner Techniker, nicht zurückstehen. Nach einer Flanke des Ex-Dresdners Niklas Hauptmann zirkelte er den Ball vom rechten Strafraumeck in den linken Winkel (78.).

Den Schlusspunkt setzte Jonas Hector (83.). Nach einem Freistoß von Marcel Risse köpfte der Kapitän zum 8:1 ein. Dresdens Schlussmann Markus Schubert, dem hier der erste Fehler unterlief, konnte einem nur noch leidtun. Er bekam in der zweiten Halbzeit keinen Ball zu halten.

Köln: T.Horn; Schmitz, Meré, Czichos, Hector; Höger (81. Koziello); Risse, Schaub, Drexler (74. Hauptmann);  Terodde, Cordoba (61. Guirassy). – Dresden: Schubert; Dumic, Hartmann, Gonther; Wahlqvist, Benatelli, Nicolaou (46. Atik), Heise; Aosman (65. Berko), Ebert; Koné (71. Röser). – SR: Dr. Brych (München). – Tore: 1:0 Cordoba (3.), 2:0 Terodde (42.), 3:0 Terodde (46.), 4:0 Cordoba (51.), 5:0 Hector (56.), 6:0 Terodde (61.), 6:1 Atik (72.), 7:1 Schaub (78.), 8:1 Hector (83.) – Zuschauer: 50.000 (ausverkauft). – Gelbe Karten: Terodde, Czichos – Hartmann, Koné, Atik.