Tesla-Alternative von Volkswagen soll unter 20.000 Euro kosten

Es tickt bei den Automobile-Herstellern an allen Ecken: Dieselgate ist immer noch nicht ausgestanden, der Flottenverbrauch muss laut EU-Vorgaben bis 2021 auf 95g CO2/km gesenkt werden und zusätzlich drückt die Konkurrenz für die deutsche Vorzeige-Industrie von allen Seiten. Neben Tesla schicken sich auch zahlreiche chinesische Hersteller an BMW, Mercedes und Volkswagen in Sachen Elektromobilität abzuhängen.

Bei Volkswagen Konzern zählt der 16. November 2018 wohl zu den wichtigsten Termin des Jahres, wenn nicht sogar für die gesamte Zukunft des Konzerns. An diesem Tage könnte nicht nur eine mögliche Allianz mit dem US-Autohersteller Ford verkündet werden, sondern es könnte laut den Informationen von Reuters auch der Aufsichtsrat die Elektro-Offensive freigeben.

Für die Produktoffensive sind insgesamt 27 Elektromodelle über die Marken Audi, Seat, Skoda und VW hinweg, für die nächsten Jahre geplant. Basis soll der neu entwickelte Modulare Elektrobaukasten kurz MEB bilden. Erste Fahrzeuge aus der Elektro-Baureihe I.D. sollen schon Ende 2019 vom Band laufen. Laut Reuters soll eines der Fahrzeuge, welches Intern den Namen „MEB Entry“ trägt, zu einem Preis von unter 20.000 Euro angeboten werden. Volkswagen will von diesem Modell satte 200.000 pro Jahr verkaufen und wird für die Produktion dieses und drei weiteren I.D.-Modellen die drei deutschen Werke in Emden, Zwickau und in Wolfsburg selbst für die Produktion der Elektrofahrzeuge umbauen und jetzige Produktionen in andere Werke auslagern. Angeblich soll der Passat von Emden nach Tschechien zu Skoda verlegt werden. Die gesamte Stückzahl der drei deutschen Werke soll bis zu 300.000 Fahrzeuge betragen. Insgesamt wird VW 34 Milliarden Euro in Elektromobilität, autonomes Fahren, Digitalisierung und neue Dienste wie Moia bis 2022 investieren.

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