Pulverlöscher decken alle Brandklassen ab – haben aber einen Nachteil

Brand löschen: Pulverlöscher decken alle Brandklassen ab – haben aber einen Nachteil
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Feuerlöscher lassen sich in vier Arten unterteilen. Beim Kauf sollte man aber nicht nur darauf achten, dass sie möglichst viele Brandklassen abdecken. Wichtig ist auch, dass die Feuerlöscher keine großen Schäden in der Wohnung anrichten.

Die Feuerwehr unterscheidet drei Brandklassen. Jede davon wird auf unterschiedliche Art und Weise gelöscht.

  • Klasse A beinhaltet Brände durch feste Stoffe, wie zum Beispiel Möbelstücke.
  • Klasse B sind Brände durch flüssige Stoffe wie beispielsweise Benzin oder Fett.
  • Klasse C steht für Gase wie etwa Erdgas, Gas von den Stadtwerken oder Propan.

Feuerlöscher für verschiedene Brandklassen

Je nach Inhalt des Feuerlöschers unterscheidet man zwischen Pulver-, Wasser-, Schaum- und Kohlendioxidlöscher. Diese verschiedenen Einsatzzwecke müssen auf dem Feuerlöscher vermerkt sein.

Für Wohnungen bzw. überall dort, wo empfindliche Geräte stehen, empfehle ich den Einsatz von Schaumlöschern. Sie eignen sich für die Brandklassen A und B (feste und flüssige Stoffe) und gelten als besonders sauber.

Obwohl Pulverlöscher für alle Brandklassen geeignet sind, raten ich davon ab, sie in Wohn- oder Büroräumen zu nutzen, da das feine Pulver enorme Verschmutzungen verursachen kann. Auch Kohlendioxidlöscher sind ungeeignet für Wohnräume, da sie zwar die saubersten Löschgeräte sind, aber nicht für das Löschen von Fettbränden eingesetzt werden dürfen.

Wasserlöscher sind zwar besonders geeignet für Feststoffbrände, dürfen jedoch auf keinen Fall bei brennenden Flüssigkeiten und schon gar nicht bei Fett eingesetzt werden. Wer bei einem Fettbrand mit Wasser löscht, riskiert eine Explosion. Fettbrände werden am besten erstickt. Wenn es sich um einen Topf auf dem Herd handelt, kann man auch einfach einen gut schließenden Deckel auf den Topf legen und warten, bis er erkaltet ist.

Zur Person

Tobias Klingelhöfer ist Rechtsanwalt und seit vielen Jahren als Rechtsexperte für die ARAG tätig. Als Gastkolumnist für FOCUS Online informiert er Verbraucher über ihre Rechte und Pflichten in verschiedenen Lebenssituationen.

Benutzte und alte Feuerlöscher

Feuerlöscher müssen mindestens alle zwei Jahre durch einen zugelassenen Fachbetrieb gewartet werden. Dabei bekommt der Feuerlöscher nach der Überprüfung eine neue Plakette und der Besitzer einen schriftlichen Prüfbericht. Dort können auch Mängel enthalten sein, die behoben werden mussten. Dieser Prüfbericht sollte für eventuelle Schadensfälle für die Versicherung aufbewahrt werden.

Wurde der Feuerlöscher benutzt, muss er natürlich nachgefüllt werden. Auch das übernimmt der Fachbetrieb. Nach 20 Jahren ist Schluss und jeder Feuerlöscher muss entsorgt werden. Da er giftige, so genannte Halone enthält, die die Ozonschicht zerstören, gehört er auf den Sondermüll. Oft kann auch dort, wo ein neuer Feuerlöscher gekauft wird, das ausgediente Gerät gegen eine kleine Gebühr zurückgegeben werden.