Mindestens elf Tote bei Überschwemmungen in Jordanien

© APA (AFP)

Freitagabend hatte die jordanische Regierung noch von sieben Toten gesprochen. Betroffen von den Unwettern war vor allem der Süden des Landes. Fünf Tote gab es in Madaba, drei Menschen starben in Dabaa südlich von Amman. Mehr als 3.700 Touristen mussten aus der weltberühmten antiken Felsenstadt Petra in Sicherheit gebracht werden. Fernsehberichten zufolge stieg das Wasser in Petra und in der Wüste Wadi Mussa in einigen Gebieten drei bis vier Meter hoch.

Die Rettungskräfte setzten demnach Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge ein, um Menschen aus den Wassermassen zu retten und nach Vermissten zu suchen. Die Behörden riefen Anrainer neben Flüssen, Brücken und Tunneln auf, sich vorsorglich in Sicherheit zu bringen.

Nach heftigen Regenfällen in Dabaa wurde die Autobahn, die durch die Wüste in den Süden des Landes führt, in beide Richtungen gesperrt. Das Bildungsministerium ordnete für Samstag die Schließung aller Schulen an.

Erst vor etwa zwei Wochen waren bei schweren Unwettern im Westen Jordaniens 21 Menschen ums Leben gekommen – darunter zahlreiche Schüler, die auf der Rückfahrt von einem Ausflug in die Urlauberregion am Toten Meer gewesen waren. Die Wassermassen rissen ihren Schulbus sowie mehrere Spaziergänger mit sich. Nach der Katastrophe waren der Bildungs- und der Tourismusminister zurückgetreten.

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