Hoeneß plant den Rückzug

Uli Hoeneß hat erstmals einen groben Zeitplan für sein Ende als Präsident des FC Bayern München bekanntgegeben.

Der 66-Jährige sagte bei einer Veranstaltung in Dresden, er werde den Job noch zwei, drei Jahre machen. Dann wolle er einem Nachfolger eine volle Kasse übergeben. Hoeneß fügte hinzu, wenn dieser Nachfolger bereits bekannt wäre, würde er auch schon nächstes Jahr aufhören. Doch suche man hier die eierlegende Wollmilchsau – das werde schwer. “Es sollte jemand sein, der eine menschliche Seite hat. Und einer, der aus dem Fußball kommt.”

Hoeneß ist seit 1970 bei den Bayern. Als Spieler gewann er dort alles, was es zu gewinnen gab – und als Nationalspieler wurde er 1974 sogar Weltmeister. Als er 1979 seine Karriere im Alter von 27 Jahren verletzungsbedingt beenden musste, startet er als Manager eine ebenso erfolgreiche Laufbahn. Er formte den FC Bayern zu einem der erfolgreichsten Clubs Europas. Nach 30 Jahren als Manager und Vorstand folgte er im November 2009 Franz Beckenbauer als Vereinspräsident. Im März 2014 folgte dann der Tiefpunkt seiner Karriere: Er wurde wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Seit November 2016 ist er wieder FCB-Präsident.